Home » Kleinkinder » Kleinkinder brauchen Mittagsschlaf
Kleinkinder brauchen Mittagsschlaf
Babys schlafen mehrmals täglich und so viel wie im ganzen weiteren Leben nicht mehr. Das Schlafbedürfnis bei Kleinkindern ist dagegen nicht mehr ganz so groß aber sie können einen Mittagsschlaf immer noch gut gebrauchen. Ob in der Kinderkrippe oder zu Hause – der Morgen und der Vormittag sind voller Eindrücke und Bewegung. Da kommt nach dem Essen der Mittagsschlaf gerade recht. Bestimmt werden Sie es ihrem Kind anmerken, wenn es vielleicht schon kurz vor dem Mittagessen oder auch während dessen quengelig wird und mehr Aufmerksamkeit und Nähe sucht.
Auch beim Mittagsschlaf helfen Rituale
Ähnlich wie beim Zubettgehen am Abend sollten Sie auch mittags Rituale pflegen. Dieses regelmässige Wiederholen von gleichen oder zumindest ähnlichen Abläufen signalisieren dem Kind, das gleich die Ruhephase in Form eines Mittagsschlafes ansteht. Kinder finden besser in den Schlaf, wenn Sie nach dem Mittagessen noch ein bisschen Kuscheln oder beim Wickeln leise sein Lieblingslied singen und Sie zuvor das Kinderzimmer leicht abdunkeln. Dann geht der Rest – das Einschlafen – fast von alleine.
Beim Mittagsschlaf ist nicht die Länge entscheidend
Es ist wie bei uns Erwachsenen – das Schlafbedürfnis der Kinder ist sehr unterschiedlich. Eltern mit mehreren Kindern werden wissen, dass selbst Geschwister ein sehr unterschiedliches Schlafverhalten zeigen können. Es kann durchaus sein, dass Kinder schon nach 20 Minuten Ihren Mittagsschlaf frisch und erholt beenden. Bei anderen Kindern können es mehr als zwei Stunden sein und manche muss man sogar wecken, wenn sie besonders lange schlafen. Wichtig ist vor allem, dass sie in der Mitte des Tages zur Ruhe kommen können, damit sie die zweite Hälfte ausgeruht spielen und Neues entdecken können.
Wenn es mit dem Mittagsschlaf nicht klappen will
Nicht immer schlafen Kinder zur Mittagszeit problemlos ein. Das kann viele Gründe haben: Unruhe in der Nachbarschaft, laute größere Geschwister, sommerliche Temperaturen usw.
Wenn Ihr Kind nach 30 Minuten noch keinen Schlaf gefunden hat, sollten Sie nicht mit ihrem Kind schimpfen sondern es liebevoll unterstützen. Oft reicht schon ein bisschen leises Zureden oder Kuscheln. Wenn Sie nach einer gewissen Zeit merken, das alles bringt es nicht, sollten Sie für diesen Tag das Thema Mittagsschlaf abschließen und dem Kind anbieten, dass es sich noch eine Weile ruhig beschäftigen kann.
Ein Mittagsschlaf muss nicht zwingend zu Hause im Bett stattfinden. Wenn die Kleinen müde sind, können sie überall schlafen, ob auf einer Matratze in der Kinderkrippe oder, falls vorhanden, im Entspannungsraum im Kindergarten. Aber auch unterwegs, im Buggy oder Kinderautositz ist es für Kinder kein Problem sich schlafend zu erholen.
Bis zu welchem Alter Kinder Mittagsschlaf machen sollten
Wenn Sie Ihr Kind aufmerksam beobachten, merken Sie es von ganz alleine. Im Kindergartenalter schwindet die Länge und Häufigkeit des Mittagsschlafes spürbar. Dann schlafen Kinder tagsüber eher mal „aus Versehen“ im Auto ein aber sie werden Ihr Kind dann nur noch schwer zum Mittagsschlaf überreden können. Wenn es die Nachmittage meistens gut ohne große Müdigkeit übersteht, ist der Bedarf offensichtlich nicht mehr da.
Falls es jüngere Geschwister gibt, die noch regelmässig schlafen, wäre es natürlich schön, wenn die Großen dann nicht gerade mit großem Tamtam Räuber und Indianer spielen. Am besten, Sie vereinbaren mit ihnen dennoch eine Phase ruhigen Spielens von mindestens 30 bis 60 Minuten. In der Regel zeigen die größeren Geschwister ein gewisses Verständnis dafür, dass Ihr kleiner Bruder oder die Schwester einen Mittagsschlaf braucht und dass sie darauf bitte etwas Rücksicht nehmen. An der Stelle kann eine große Uhr hilfreich sein. Durch sie kann das große Geschwisterkind sehen, wie lange die ruhige Spielphase noch dauert. Dabei reicht es völlig aus, wenn Sie mit ihm/ihr einen bestimmte Position des großen Zeigers verabreden und das Kind somit weiss, dass es ab einem bestimmten Punkt wieder mit normaler Lautstärke spielen kann. Diese Form der Rücksichtnahme ist für größere Kinder durchaus zumutbar und es steigert ihre soziale Kompetenz.